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News 24.01.2017

NABU und Naturland fordern neue Agrarpolitik

Berlin – 18.000 Menschen haben am Samstag in Berlin für eine umfassende Agrarwende demonstriert. Dabei forderten Naturland und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) gemeinsam eine neue Agrarpolitik, die konsequent an den Leistungen der Bauern für Umwelt- und Tierschutz ausgerichtet ist.

„Es gibt eine Alternative zur Ausbeutung unserer Böden und Tiere. Wir Öko-Bauern machen tagtäglich erfolgreich vor, dass landwirtschaftliche Praxis, Umwelt- und Tierschutz keine Gegensätze sind, sondern einander ergänzen“, sagte Naturland Präsidiumsmitglied Hans Bartelme bei der Abschlusskundgebung auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor.

NABU-Präsident Tschimpke: Schulterschluss zwischen Öko-Landbau und Naturschutz
NABU-Präsident Olaf Tschimpke forderte eine grundlegende Neuausrichtung der Politik: „Wir brauchen eine fundamentale Änderung der EU-Agrarpolitik nach dem Prinzip ‚Öffentliches Geld nur für öffentliche Leistungen‘. Dabei ist ein enger Schulterschluss zwischen Naturschutz und Öko-Landwirtschaft notwendig“, sagte Tschimpke bei der Abschlusskundgebung.
„Öko-Landbau ist praktizierter Umweltschutz. Das muss die Politik endlich erkennen und das darin liegende Potenzial für die gesamte Landwirtschaft konsequent nutzen“, sagte Naturland Bauer Bartelme. „Die Politik muss die große Nachfrage nach heimischen Bio-Produkten nutzen und mehr Bauern die Chance zur Umstellung auf Öko-Landbau geben. Dazu müssen die Weichen konsequent auf Öko gestellt werden“, fügte das Naturland Präsidiumsmitglied hinzu.

Naturland gehört zu den Trägern der bundesweiten „Wir haben es satt“-Demonstration, die bereits im siebten Jahr in Folge parallel zum Beginn der Internationalen Grünen Woche Berlin, der weltweit größten Landwirtschaftsmesse, stattfand. Nach dem Auftakt am Potsdamer Platz setzte sich der Demonstrationszug in Richtung Kanzleramt in Bewegung. Angeführt wurden die Demonstranten von 130 Traktoren, darunter auch zahlreiche Naturland Bauern mit ihren Maschinen.

(Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung von Naturland und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) vom 24.01.2017)