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News 23.02.2017

Wie nehmen Bürger in Europa den Klimawandel wahr? Welche Energiepolitik wollen sie?

Kernergebnisse einer Umfrage aus Deutschland und drei weiteren Ländern wird in Berlin vorgestellt

Wie besorgt sind Deutsche, Briten, Franzosen und Norweger über den Klimawandel? Welches Vertrauen genießen die Akteure der Energiewende wie Bundesregierung, EU-Kommission oder Energiekonzerne? Wie stark wird der Konsens in der Klimaforschung über den vom Menschen verursachten Klimawandel angezweifelt? Welche Energiequellen bevorzugen die Europäer: Kohle, Atom oder Erneuerbare? Unterstützen sie die Energiewende?

Bürger in Deutschland, Großbritannien, Norwegen und Frankreich wurden im Juni 2016 – unmittelbar vor dem Brexit – in einer repräsentativen Umfrage zu diesen Themen befragt.
Die ländervergleichende Studie „Wahrnehmungen des Klimawandels und Energiepräferenzen in Europa (European Perceptions of Climate Change and Energy Preferences, EPCC)“ wurde von der Universität Cardiff (Großbritannien), dem Institut ZIRIUS (Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung) der Universität Stuttgart, dem Institut Symlog (Frankreich) und der Universität Bergen (Norwegen) durchgeführt und ausgewertet, gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen der EU-Programminitiative „Connecting Climate Knowledge for Europe“ (JPI Climate).

Zur Vorstellung der Kernergebnisse laden das Institut ZIRIUS (Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung) der Universität Stuttgart, die Wissenschaftsplattform klimafakten.de und das IASS (Institute for Advanced Sustainability Studies) Potsdam Sie zum Pressegespräch ein:

Wann: Mittwoch, 8. März 2017 um 9:30 Uhr

Wo: klimafakten.de
Anna-Louisa-Karsch-Strasse 2, 3. OG, 10178 Berlin (Nähe Hackescher Markt)

Mit: Ortwin Renn, Projektleiter zur Studie am Institut ZIRIUS der Universität Stuttgart und ZIRIUS-Gründungsdirektor sowie Wissenschaftlicher Direktor am IASS Potsdam
Annika Arnold, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut ZIRIUS der Universität Stuttgart
Carel Mohn, Leiter der Wissenschaftsplattform klimafakten.de

Hinweis: Um 11:30 Uhr MEZ wird die Studie an diesem Tag auch an der Cardiff University vorgestellt. Die Präsentation in London kann im Livestream verfolgt werden.

Wie verbreitet ist die Leugnung des Klimawandels in Deutschland?
Im Vorfeld der Bundestagswahlen zeigt die Umfrage, wie hoch der Anteil der Menschen in Deutschland ist, die meinen, dass das Weltklima sich nicht ändert oder der Klimawandel nicht durch menschliches Handeln verursacht wird. Ermittelt wurde zudem, wie Bürger den Konsens unter Klimawissenschaftlern einschätzen, ob ein Klimawandel stattfindet und ob dieser größtenteils durch Menschen verursacht ist – ein wichtiger Indikator für Einstellungen zur Klimaforschung, der bei den vier untersuchten Ländern Europas beträchtliche Unter-schiede aufweist.

Verbieten oder fördern? Energiepolitische Maßnahmen im Vergleich
Die Studie hat auch untersucht, welche energiepolitischen Maßnahmen – von der Besteuerung über öffentliche Fördergelder bis hin zu gesetzlichen Verboten – in den vier Ländern auf öffentliche Zustimmung stoßen und bei welchen die Ablehnung besonders hoch ist. Die Bürger wurden auch dazu befragt, inwieweit sie politischen Institutionen wie den Kommunen, der Bundesregierung oder der EU-Kommission bei der Umsetzung der Energiewende vertrauen.

Wir würden Sie gerne am 8. März zur Präsentation der Studienergebnisse begrüßen. Bitte geben Sie uns per E-Mail an redaktion@klimafakten.de oder per Fax an +49(0)30 7001435-129 bis Dienstag, 7. März um 15 Uhr Bescheid.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an
Dr. Annika Arnold
Institut ZIRIUS der Universität Stuttgart
Tel. +49 (0)711-68583944
E-Mail: annika.arnold@zirius.uni-stuttgart.de

Carel Mohn
klimafakten.de
Tel. +49 (0)30 700 1435-213
E-Mail info@klimafakten.de
www.klimafakten.de

Eva Söderman, Leiterin Presse & Kommunikation
Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.
Tel. +49 (0)331 288 22-340/341
E-Mail eva.soederman@iass-potsdam.de
www.iass-potsdam.de

Das von den Forschungsministerien des Bundes und des Landes Brandenburg geförderte Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) hat das Ziel, Entwicklungspfade für die globale Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft aufzuzeigen. Das IASS folgt einem transdisziplinären, dialogorientierten Ansatz zur gemeinsamen Entwicklung des Problemverständnisses und von Lösungsoptionen in Kooperation zwischen den Wissenschaften, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ein starkes nationales und internationales Partnernetzwerk unterstützt die Arbeit des Instituts. Zentrale Forschungsthemen sind u.a. die Energiewende, aufkommende Technologien, Klimawandel, Luftqualität, systemische Risiken, Governance und Partizipation sowie Kulturen der Transformation.

Die Debatte über den Klimawandel und seine Folgen braucht ein Fundament: belastbare Fakten. Das Portal klimafakten.de bietet diese Grundlage. klimafakten.de ist eine gemeinnützige, von der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation geförderte Initiative.

ZIRIUS, das Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung, ist ein fakultätsübergreifendes Forschungszentrum der Universität Stuttgart. Die zentrale Aufgabe des Zentrums besteht in der Anregung, Koordination und Durchführung von Forschungsvorhaben zu den Themenbereichen sozio-technische Transformationsprozesse, nachhaltige Entwicklung und Risikoanalyse und -kommunikation mit Schwerpunkt Umwelt-, Klima- und Gesundheitsrisiken.

Weitere Informationen:
http://www.iass-potsdam.de
http://www.klimafakten.de
http://www.zirius.eu/

(Quelle: Pressemitteilung des Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. vom 23.02.2017)