Nachrichten-Archiv

News 03.11.2017

Was halten die Deutschen von der Energiewende?

Erstmals misst das Soziale Nachhaltigkeitsbarometer, ob die Deutschen die Energiewende gerecht finden

Die Energiewende ist beschlossen – aber wie bewerten die Bürgerinnen und Bürger die bisherige Umsetzung? Sind die Belastungen sozial gerecht verteilt? Was hält die Bevölkerung von einem Kohleausstieg? Welche Parteien können mit ihren energiepolitischen Konzepten bei den Bürgern punkten? Und gibt es den Wunsch nach mehr Mitsprache? Welche Bevölkerungsgruppen wollen stärker an der Verwirklichung der Energiewende mitwirken?

Langjährige Erfassung der sozialen Dimensionen der Energiewende
Erstmals hat das Soziale Nachhaltigkeitsbarometer zur Energiewende die Meinungen der Bevölkerung zu den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiewende umfassend erhoben. Über 7.500 deutsche Bürger wurden zu den Herausforderungen der Energiewende, der Zukunft der fossilen Energieträger (Stichwort: Kohleausstieg), den Auswirkungen auf den Alltag, ihrem persönlichen Beitrag und ihren Gerechtigkeitsvorstellungen befragt. Die repräsentative Umfrage wurde vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) gemeinsam mit forsa und dem RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung von Juni bis Juli 2017 durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem vom Bundesforschungsministerium geförderten Kopernikus-Projekt Energiewende-Navigationssystem (ENavi) und im Rahmen der Partnerschaft mit dynamis – einem Kooperationsbündnis von IASS, innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft und 100 prozent erneuerbar stiftung – misst das Barometer jährlich die sozialen Dimensionen der Energiewende.

Die Ergebnisse des ersten Sozialen Nachhaltigkeitsbarometers zur Energiewende stellen wir Ihnen in Berlin vor. Die dynamis-Partner laden Sie zum Pressegespräch ein:

Wann: Dienstag, 14. November 2017 um 11:30 Uhr
Wo: GLS Campus Berlin, Kastanienallee 82, 10435 Berlin
Mit:
Ortwin Renn, Projektleiter der Studie und Wissenschaftlicher Direktor am IASS
Daniela Setton, Hauptautorin der Studie und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IASS
René Mono, Geschäftsführender Vorstand, 100 prozent erneuerbar stiftung
Stephan Muschick, Geschäftsführer, innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft

Wer befürwortet die Energiewende und wer ist skeptisch?
Das Barometer untersucht, welchen Einfluss Einkommen, Bildung, Alter, Wohnregion oder Parteipräferenz auf die Einschätzung der Energiewende haben. Wie etwa stehen die Bewohner der vom Braunkohleabbau geprägten Bundesländer Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt zum Kohleausstieg? Ist die Skepsis gegenüber dem Ausbau der Windkraftanlagen bei direkt Betroffenen am größten oder wird er quer durch die Gesellschaft abgelehnt? Welche Einkommensgruppen unterstützen die Förderung von erneuerbaren Energien? Und welcher Partei traut die Bevölkerung die Umgestaltung des Energiesystems zu?

Im Anschluss an das Pressegespräch und einen Mittagsimbiss findet ab 13:30 Uhr eine öffentliche Vorstellung der Ergebnisse statt. Danach folgt ab 15.00 Uhr eine Podiumsdiskussion zu den politischen Schlussfolgerungen, zu der wir Sie ebenfalls einladen:

Soziale Nachhaltigkeit der Energiewende – wo stehen wir in Deutschland?
Es diskutieren:
Manuel Frondel, Leiter, Kompetenzbereich Umwelt und Ressourcen, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung
Thomas Holzmann, Vizepräsident, Umweltbundesamt
Edda Müller, Vorstandsvorsitzende, Transparency International
Tilman Schwencke, Geschäftsbereichsleiter Strategie und Politik, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft
Michael Vassiliadis, Vorsitzender IG BCE

Keynote und Ausblick:
Gesine Schwan, Präsidentin, Humboldt-Viadrina Governance Platform

Mehr Informationen finden Sie unter www.dynamis-online.de/newsroom

Gerne würden wir Sie am 14. November begrüßen. Bitte senden Sie uns Ihre Anmeldung bis Montag, 13. November um 15 Uhr per E-Mail an media@iass-potsdam.de.

Bei Rückfragen und zur Vereinbarung von Interviews wenden Sie sich bitte an
Eva Söderman / Christina Camier
Presse & Kommunikation
Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung/
Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS)
Berliner Straße 130, 14467 Potsdam
Tel. +49 (0)331 288 22-340/477
E-Mail eva.soederman@iass-potsdam.de / christina.camier@iass-potsdam.de
www.iass-potsdam.de

dynamis ist eine Kooperation des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS), der innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft und der 100 prozent erneuerbar stiftung. Sie wurde am 1. Dezember 2016 ins Leben gerufen und ist zunächst auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt. dynamis versteht sich als Partnerschaft und steht weiteren Partnern, Kooperationen oder Projekten offen.

Das IASS forscht mit dem Ziel, Transformationsprozesse hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft aufzuzeigen, zu befördern und zu gestalten, in Deutschland wie global. Der Forschungsansatz des Instituts ist transdisziplinär, transformativ und ko-kreativ: Die Entwicklung des Problemverständnisses und der Lösungsoptionen erfolgen in Kooperationen zwischen den Wissenschaften, der Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft. Ein starkes nationales und internationales Partnernetzwerk unterstützt die Arbeit des Instituts. Zentrale Forschungsthemen sind u.a. die Energiewende, aufkommende Technologien, Klimawandel, Luftqualität, systemische Risiken, Governance und Partizipation sowie Kulturen der Transformation. Gefördert wird das Institut von den Forschungsministerien des Bundes und des Landes Brandenburg.

Im Zentrum der Förderaktivitäten und der Kooperationen der innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft steht das Thema Energie und seine gesellschaftliche Relevanz. Durch ihre Arbeit will sie das gesamtgesellschaftliche Verständnis für dieses Thema erhöhen und dazu beitragen das Energieversorgungssystem der Zukunft nachhaltig zu gestalten. Im Fokus der Förderung stehen drei Handlungsfelder: Energie und Bildung, Energie und Kultur, Energie und soziale Innovation. Sie nimmt die Dimension der sozialen Nachhaltigkeit der Energiewende in den Fokus und versteht das „Energiesystem der Zukunft“ als Gemeinschaftsaufgabe, an der sich viele unterschiedliche Menschen beteiligen sollen.

Die 100 prozent erneuerbar stiftung engagiert sich seit ihrer Gründung 2010 für eine dezentrale und gemeinschaftliche Energiewende. Um dieses Ideal einer nachhaltigen und gerechten Energieversorgung zu erreichen, kooperiert sie mit den unterschiedlichsten Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die Aktivitäten umfassen dabei Themen wie dezentrale Energiekonzepte, soziale Ausgestaltung der Energiewende, Aufklärung oder Energiepolitik. Über ihr interdisziplinäres Netzwerk bringt sie so die einzelnen Aspekte einer dezentralen und gemeinschaftlichen Energiewende in Zusammenhang.

Weitere Informationen:
https://www.dynamis-online.de/newsroom/

(Quelle: Pressemitteilung des Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. vom 03.11.2017)