Nachrichten-Archiv

News 01.12.2017

Wie bewältigt die europäische Landwirtschaft künftige Wasser- und Nährstoffknappheit? Neues EU-Projekt gestartet

Vor kurzem ist ein neues, europäisches 5-Jahresprojekt gestartet, das sich den Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel und der gleichzeitigen Forderung nach höherer landwirtschaftlichen Produktion stellt: SolACE läuft von Sommer 2017 bis April 2022 unter dem Europäischen Forschungsprogramm Horizon 2020.
Das EU-Forschungsprojekt sucht auf verschiedensten Ebenen nach Lösungen, die sich wegen der Wasserknappheit aufgrund der geringeren oder unregelmässigeren Niederschläge ergeben. Zudem werden künftig auch Düngervorräte knapp oder teuer – hauptsächlich Stickstoff und Phosphor – trotz dieser Schwierigkeiten sollte die Landwirtschaft wegen der wachsenden Bevölkerung mehr produzieren.

SolACE arbeitet mit den drei Hauptkulturen Europas – Kartoffeln, Brot- und Hartweizen -, und versucht mit verschiedensten Ansätzen, die effizientesten und am besten geeigneten Pflanzensorten zu identifizieren. Daneben wird die Effizienz von Agrarökosystemen bei Wasser- und Nährstoffknappheit verbessert, indem das Management dieser Systeme optimiert wird.

Das FiBL ist mit Langzeitfeldversuchen am Projekt beteiligt und untersucht die Diversität der Wurzelpilzgesellschaften, um die bestgeeigneten Agrarökosysteme bei Wasserknappheit zu identifizieren. Ausserdem übernimmt das FiBL einen Teil der Kommunikation des Projekts mittels Website, Projektkoordination, PR und der Organisation von Informationsanlässen.
Das Projekt SolACE - "Solutions for improving Agroecosystem and Crop Efficiency for water and nutrient use" wird durch Horizon 2020, das 8. Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation unter dem Fördervertrag 727247 sowie durch das Staatssekretatiat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) unter der Vertragsnummer 17.00094 unterstützt.

(Quelle: Pressemitteilung des Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL vom 01.12.2017)