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News 22.01.2018

BMEL entwickelt Bioenergieförderung im Energie- und Klimafonds weiter

Anpassung an forschungspolitische Ziele – Klimaschutz, Effizienz, Dezentralität, Sektorkopplung und weitere Aspekte im Fokus

Experten empfehlen, Bioenergie künftig vor allem dort einzusetzen, wo sie besondere Stärken hat. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat nun seine Förderschwerpunkte für Forschung und Entwicklung im Rahmen des Sondervermögens Energie- und Klimafonds (EKF) weiterentwickelt, um sie noch stärker nach diesem Grundsatz auszurichten.

Zu den neu aufgenommenen bzw. vorrangigen Forschungsthemen zählen:
Wärme aus Biomasse für industrielle Hoch- und Höchsttemperatur-Anwendungen
Nutzung von Wertstoffen aus der Bioenergiegewinnung als Teil der Kreislaufwirtschaft, vor allem Gärrückstände und Aschen
Praxisrelevante Maßnahmen zur Emissionsminderung bei Biomasse-Feuerungen
Digitalisierung als Baustein einer bedarfsgerechten Anlagen- und Systemsteuerung und zur Eröffnung neuer Geschäftsfelder
Weiterentwicklung von fortschrittlichen Biokraftstoffen unter besonderer Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien
Weitere Steigerung der Effizienz und Flexibilität der Bioenergieerzeugung
Forcierung der kombinierten stofflich-energetischen Nutzung von biogenen Rohstoffen

Diese Themen werden nach wie vor zwei Förderschwerpunkten zugeordnet, die zum einen auf die Minderung von Treibhausgasemissionen, zum anderen auf die Systemintegration und Sektorkopplung bei der Bioenergiegewinnung zielen.

„Bioenergie ist einfach zu speichern und flexibel in allen drei Sektoren Strom, Wärme und Mobilität einsetzbar. Sie kann Energie kombiniert für mehrere Sektoren bereitstellen, etwa in Kraft-Wärme-Kopplung oder als gasförmiger Energieträger. Energetisch genutzte Biomasse kann Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft mindern, etwa durch die anaerobe Verwertung von Gülle im geschlossenen System. Andere Konversionsprozesse liefern wertvolle Koppel- und Nebenprodukte wie Ölpresskuchen als Futtermittel oder Nährstoffe, wobei durch eine breite Palette an Rohstoffpflanzen positive Auswirkungen auf die Biodiversität zu verzeichnen sind. Vor allem aber stärkt die Bioenergie in besonderem Maße den ländlichen Raum, der im Fokus der energiebezogenen Forschungsförderung des BMEL steht. Diese vielfältigen Potenziale können und sollten wir stärker ausschöpfen. Deshalb haben wir die EKF-Bioenergie-Förderschwerpunkte angepasst und weiter präzisiert“, erklärt Volker Niendieker, Referatsleiter für Energieangelegenheiten und Bioenergie des BMEL.

Das Fördermittelbudget für die EKF-Bioenergie-Förderschwerpunkte unterliegt derzeit den Regelungen der vorläufigen Haushaltsführung des Bundes. In den letzten drei Jahren betrug es jeweils zwischen 23,1 und 24,7 Millionen Euro.

Die vollständigen überarbeiteten Förderschwerpunkte sowie Informationen zum Antragsverfahren stehen auf www.fnr.de bereit.

Ansprechpartner:
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
Detlef Riesel
Tel.: +49 3843 6930-212
Mail: d.riesel@fnr.de

Pressekontakt:
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
Nicole Paul
Tel.: +49 3843 6930-142
Mail: n.paul@fnr.de

Weitere Informationen:
https://www.fnr.de/projektfoerderung/fuer-antragsteller/energie-und-klimafonds/

(Quelle: Pressemitteilung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. vom 22.01.2018)