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News 04.04.2006

Naturschutz durch bessere Kommunikation stärken!
Zwei neue BfN – Skripte zum Thema erschienen.


Bonn, 04. April 2006: Die Meldung der deutschen Fauna -Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete) für das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000 ist inzwischen abgeschlossen. Kernelement einer langfristigen, konfliktfreien Erhaltung der Natur ist jedoch die vertrauensvolle und dauerhafte Zusammenarbeit aller wichtigen Akteure z.B. aus Naturschutz, Landwirtschaft und Verwaltung. Dies ist auch eine wichtige Vorraussetzung, wenn jetzt für die gemeldeten FFH-Gebiete Managementpläne entwickelt und umgesetzt werden müssen. „Kurz gesagt geht es um Naturerhaltung durch Kommunikationsgestaltung“, sagte Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, Präsident des Bundesamtes für Naturschutz. Im Vorfeld der Gebietsmeldungen sei deutlich geworden, dass Eigentümer und Nutzer eine künftige Nutzungsbeschränkung oder einen Wertverlust der betroffenen Flächen durch behördlich vorgegebene Naturschutzauflagen und schärfere Kontrollen befürchteten. Diese Sorge habe zu einer Verzögerung der Gebietsmeldungen geführt und vermeidbare Konflikte hervorgerufen, so Vogtmann.

Um solche Auseinandersetzungen zukünftig zu vermeiden, untersuchte das Bundesamt für Naturschutz in einem Forschungsprojekt gemeinsam mit der TU München den Sachverhalt. In der Publikation „Steigerung der Akzeptanz von FFH – Gebieten“ (BfN – Skript 144) werden entsprechend Muster und Ursachen von Konflikten analysiert sowie Handlungsmöglichkeiten und -ansätze aufgezeigt. Ergänzt wird diese Publikation durch den Tagungsband „FFH – Schlüssel zur Kooperation oder Motor von Konflikten?“ (BfN – Skript 159).

„Auf der Basis von Fallstudien und interdisziplinären Dialogen vermitteln beide Publikationen hauptberuflichen und ehrenamtlichen Akteuren, die sich für den Schutz unserer Natur engagieren, viele Anregungen für eine erfolgreiche Umsetzung der europäischen FFH – Richtlinie,“ erläuterte BfN-Präsident Vogtmann.
Die Veröffentlichungen können per Post, Fax oder Email bestellt werden beim Bundesamt für Naturschutz, Konstantinstraße 110, 53179 Bonn; Fax: 0228/8491-108; Email: Natur-und-Gesellschaft@bfn.de.

(Quelle: Pressemitteilung des Bundesamtes für Naturschutz vom 04.04.2006)