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News 22.06.2006

Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Bei Übertragung der Naturschutzflächen des Bundes Interessen des Naturschutzes wahren


Anlässlich der Vorlage des Flächenangebots von 100.000 Hektar Naturschutzflächen für die unentgeltliche Übertragung an zukünftige Naturschutzträger erklärt Undine Kurth, Parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

Wir begrüßen, dass die unter Rot-Grün begonnene Initiative zur Sicherung von Naturschutzflächen von gesamtstaatlicher Bedeutung von der Bundesregierung weitergeführt wird. Mit dem Verzicht auf eine Privatisierung der wertvollen Naturschutzflächen leistet die Bundesregierung einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung unseres nationalen Naturerbes.

Wir fordern aber, dass sichergestellt wird, dass die unentgeltliche Übertragung an die Länder, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und Naturschutzverbände an strenge naturschutzfachliche Kriterien gebunden wird.

Die tatsächliche Sicherung der Flächen als nationales Naturerbe setzt voraus, dass wirtschaftliche Nutzungen sowie Eingriffe in das Ökosystem (hierzu zählt auch die Jagd) nur möglich sein dürfen, wenn sie zur Erreichung des jeweiligen Schutzzieles erforderlich sind. Nutzungen oder eine Modifizierung der Schutzziele dürfen nur mit Zustimmung des Bundes erfolgen. Weiterveräußerungen sind zu untersagen. Wird gegen diese Auflagen verstoßen, so muss der Bund die Möglichkeit haben, die Flächen an andere Naturschutzträger zu übertragen.

Nur so kann sichergestellt werden, dass die gesamtstaatlich bedeutsamen Flächen tatsächlich für alle nachkommenden Generationen gesichert werden.

Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
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(Quelle: Pressemitteilung der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen vom 22.06.2006)